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1. Einleitung
Die Turngemeinde Herford (TGH) ist der größte und vielseitigste Sportverein in der Stadt Herford. Ihre ca. 4000 Mitglieder verteilen sich auf 18 Abteilungen, in denen vom Kleinkind- bis ins Seniorenalter spezifische Sportangebote unterschiedlichster Art ausgeübt werden können, so dass der Sportinteressierte sein Leben lang umfangreiche Wahlmöglichkeiten nicht nur für sportliche Bewegung, sondern auch für organisatorische Tätigkeiten und soziale Begegnungen findet.
1.2 Motivation für einen Bewegungskindergarten
Nach intensiven Planungsgesprächen und Verhandlungen mit dem Landesjugendamt und der Stadt Herford beschloss die Mitgliederversammlung der Turngemeinde im März 2002, das Magazingebäude mit Hilfe der öffentlichen Hand baulich zu erweitern und als Bewegungskindergarten mit Schwerpunktgruppe einzurichten. Mit dieser Entscheidung
Ø sorgt die Turngemeinde für ein lückenloses Sportangebot vom Kleinkind- bis ins Seniorenalter;
Ø verstärkt die Turngemeinde ihren sozialen Einsatz für Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen;
Ø unterstützt die Turngemeinde die gesellschaftlichen Bemühungen um die Reduzierung von motorischen Defiziten und fördert damit die Gesundheitsprophylaxe;
Ø bietet die Turngemeinde vor allem jungen Familien qualitative Angebote in deren Arbeits- und Freizeitverhalten.
3. Strukturelle Rahmenbedingungen
3.1 Gruppeneinteilungen
Im Bewegungskindergarten TG„Hops!“ werden Kinder in zwei Gruppen betreut: 25 Plätze in der "Grashüpfergruppe“ und 20 Plätze in der "Froschgruppe, davon 5 Plätze für anerkannt behinderte Kinder. Im Tagesablauf wird auch Gruppen übergreifend gearbeitet.
Der Grundriss zeigt die beiden Gruppenräume: Die „Froschgruppe“ und die „Grashüpfergruppe“ haben ihren Zugang von einem gemeinsamen Flur und jeweils einen Terrassen-Ausgang in das Freigelände. Beide Gruppen nutzen nach Absprache den Mehrzweckraum für Sport und Spiel. Zu den Funktionsräumen gehören zwei Toilettenbereiche, ein Wirtschaftsraum und eine Küche, in der für die Verpflegung der Kinder gesorgt wird. Der Hauptein- und -ausgang führt direkt am Büro vorbei. Über eine Treppenanlage ist das Kindergartengelände unmittelbar mit dem zentralen Parkplatz des Sportparks Waldfrieden verbunden.
Unsere Kindertagesstätte ist kindgerecht eingerichtet, sie bietet einerseits zahlreiche Möglichkeiten der Kleingruppenbildung in ihren Nebenräumen sowie andererseits gute Voraussetzungen für soziale Bewegungsformen im mit stationären und mobilen Geräten ausgestatteten Mehrzweckraum. Lern-, Spiel- und Verbrauchsmaterialien wie auch Werkzeuge stehen im Rahmen der Betriebskosten zur Verfügung.
Unser Bewegungskindergarten ist ein wichtiges Element der vereinseigenen Sportanlage Waldfrieden, so dass auch deren
Ø große Sporthalle,
Ø Ballett-Raum,
Ø Gymnastikraum,
Ø Beach-Volleyballfeld als Sandkasten und deren Außengelände mit Klettergarten, Nestschaukel und Rutschanlage genutzt werden können.
Darüber hinaus bieten der benachbarte Stadtwald und der angrenzende Tierpark, die ohne Verkehrsgefährdung direkt zu erreichen sind, zusätzlich optimale Chancen, Lern-, Spiel- und Bewegungsprozesse zu initiieren. Auch das Naturparadies des Stuckenberges und der Spielplatz im angrenzenden Wohngebiet erlauben vielfältigste Aktionen.
3.3 Öffnungs- und Betreuungszeiten
Unser Bewegungskindergarten TG „Hops!“ ist ganzjährig geöffnet, eventuelle Ausnahmeregelungen werden rechtzeitig mit den Erziehungsberechtigten abgesprochen.
Die Kinder zwischen 3 und 6 Jahren werden in folgenden Zeiten montags bis freitags betreut:
35-Stunden-Kontingent 45-Stunden-Kontingent
7.00 – 12.30 Uhr 7.00 – 16.00 Uhr
14.00 – 16.00 Uhr einschl. Mittagsversorgung
3.4 Personalausstattung
Die pädagogische Arbeit tragen im Bewegungskindergarten TG„Hops!“ sechs fest angestellte Mitarbeiter*: drei Erzieherinnen, eine von ihnen als Leiterin der Einrichtung, zwei als Gruppenleiterinnen, sowie eine Heilpädagogin, eine Kinderpflegerin und eine pädagogisch qualifizierte TGH-Übungsleiterin. Ihre Arbeit unterstützen phasenweise Praktikanten und junge Menschen im „freiwilligen sozialen Jahr“. Außerdem leisten Mitarbeiter als Küchenhilfe, Raumpfleger, Gärtnermeister und ehrenamtliche TGH-Helfer wichtige und wertvolle Dienste. In wöchentlichen Team-Sitzungen sorgen alle Mitarbeiter für eine homogene Ausrichtung der pädagogischen Arbeit.
*Soweit in diesem pädagogischen Konzept zur besseren Lesbarkeit nicht geschlechtsneutrale Bezeichnungen verwandt werden, gelten diese für beide Geschlechter.
4. Pädagogische Zielsetzung
4.1 Allgemeine Grundsätze
Die Entwicklung des Kindes verstehen wir als einen ganzheitlichen Prozess. Erleben, Sinnes- und Bewegungserfahrungen, geistige Aktivität und zielgerichtetes Handeln, Kreativität und der Einsatz vielfältiger Ausdrucksformen gehen Hand in Hand. Neben Sinnes- und Bewegungserfahrungen ist es für die Gesamtentwicklung jedes Kindes wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Vertrauen und Lebensfreude herrschen, in der Kinder miteinander und nicht gegeneinander spielen können, in der Kinder sich zu fröhlichen, starken, ausgeglichenen und selbstbewussten Persönlichkeiten entwickeln können.
Übergeordnetes Ziel ist die Förderung einer eigenständigen und eigenaktiven Persönlichkeitsentwicklung behinderter und nicht behinderter Kinder, die Förderung von Integrationsprozessen und die Vermittlung von Spaß und Freude an der Bewegung. Um dies erreichen zu können, üssen die in der Tabellenform von „BildungsMotor und BildungsTankstelle“ dargestellten Ziele angestrebt und verwirklicht werden.
Dieses Bild des Kindes bestimmt das pädagogische Handeln unseres Kindergartens TG„Hops!“:
Einen besonderen Schwerpunkt in der pädagogischen Arbeit des Kindergartens TG„Hops!“ bildet die Bewegung. Die immer größer werdende Diskrepanz zwischen der Bedeutung der Bewegung einerseits und der Beeinträchtigung der Bewegungsentwicklung andererseits betrifft in besonderem Maße die Kindertageseinrichtungen als wichtige öffentliche Erziehungs- und Bildungsinstitutionen:
- Kindertagesstätten bilden für Kinder einen wesentlichen Bestandteil ihrer frühkindlichen Lebenswelt.
- Für die Kinder stellen Kindertageseinrichtungen die erste Form institutionalisierter Erziehung außerhalb des Elternhauses dar. Als Familien ergänzende Einrichtungen wirken sie damit auch auf die Lebens- und Bewegungsgewohnheiten der Kinder ein.
Bewegung ist ein Kindern ureigenstes Bedürfnis. Sie ist jedoch in Gefahr, von den Errungenschaften wie von den schädlichen Folgen der Technisierung, der Motorisierung, dem Medienangebot immer mehr verdrängt zu werden. Die Folgen des Bewegungsmangels für die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung der Kinder sind bereits jetzt unübersehbar.
Doch nicht nur die geistige Entwicklung wird durch Bewegung beeinflusst. Über die Erfahrungen, die das Kind mit seinem Körper gewinnt, entwickelt es ein Bild von seinen eigenen Fähigkeiten. Es macht erstmals die Erfahrung von Können und Nichtkönnen, von Erfolg und Misserfolg, von seiner Leistungsfähigkeit und seinen Grenzen.
Ø sensorische Entwicklung,
Ø körperliche Entwicklung,
Ø motorische Entwicklung,
Ø geistige Entwicklung,
Ø psychische Entwicklung und
Ø soziale Entwicklung.
Unter Beachtung trägerspezifischer Bildungsbereiche (Bewegung und Schwerpunktgruppe) verständigen sich die Partner der Bildungsvereinbarungen für Kindertagesstätten (Land Nordrhein-Westfalen, Jugendamt der Stadt Herford und Turngemeinde Herford) auf ein Konzept zur Gestaltung von Bildungsaufgaben, dem insbesondere nachfolgende Bildungsbereiche zu Grunde liegen:
Ø Spielen und Gestalten, Medien,
Ø Sprache(n),
Ø Natur und kulturelle Umwelten,
Ø Bewegung und Wahrnehmung.
Diese Bereiche beeinflussen und ergänzen sich und stehen ständig in Beziehung miteinander. Unbestritten liegt der grundsätzliche Auftrag der Kindertagesstätten in der Aufgabe, den Kindern dabei zu helfen,
Ø ihre persönliche Identität auf- und auszubauen,
Ø ihr Selbstwertgefühl und die Selbstständigkeit zu erweitern,
Ø eigene sowie fremde Bedürfnisse miteinander abzuwägen,
Ø sich auf eine soziale Gemeinschaft einzulassen.
Unsere Kindertagesstätte TG„Hops!“ arbeitet Familien unterstützend, das heißt, wir fühlen uns verantwortlich, fehlende oder ausgegrenzte Lebensbereiche von Kindern in enger Zusammenarbeit mit den Eltern in besonderem Maße zu berücksichtigen.
4.1.1 Elementare Bildungsbereiche
Spielen und Gestalten, Medien
Das Spielen der Kinder ist eine zentrale Tätigkeitsform und umfasst 3 Kernbereiche:
Es
Ø dient dem Aufbau und der Erweiterung der Persönlichkeit,
Ø bildet die Basis für den Erwerb bedeutsamer Lernprozesse,
Ø hilft den Kindern, sich in ihrer Welt zu orientieren, sie zu erleben und handelnd zu begreifen.
Eine besondere Bedeutung kommt dem „Freispiel“ (siehe Tagesablauf) zu: Freispiel bedeutet, die freie Wahl des
Ø Partnern,
Ø Ort,
Ø Zeit,
Ø sämtlichen Materialen,
Ø Spielinhalten.
Dabei setzen wir vor allem folgende Medien ein:
Ø Bücher,
Ø CD-Player und Kassettenrecorder,
Ø Fotoapparat.
Sprache (n)
Wir fördern bewusst in Alltagssituationen die Entwicklung sprachlicher Fähigkeiten. Wir erhöhen den Erfahrungs- und Sprachhorizont und schaffen die Voraussetzung für eine anregungsreiche, kreative Sprachumgebung. Wir schaffen bewusst Dialoge und Sprechanlässe. Wir hören aufmerksam zu und vermitteln den Kindern Spaß am Sprechen, indem wir die Kinder ermuntern:
Ø Erlebnisse zu berichten,
Ø Gefühle zu äußern,
Ø Bedürfnisse und Meinungen zu verbalisieren.
Diese Absichten gelingen uns mit:
Ø Sprech- und Singkreisen,
Ø Fingerspielen,
Ø Tischgesprächen,
Ø Konfliktgesprächen der Kinder untereinander und mit den Erziehern,
Ø Medien,
Ø Handpuppen,
Ø Rollenspielen,
Ø Liedern.
Um die altersgemäße Sprachentwicklung der Kinder einzuschätzen, stehen nach Absprache mit den Eltern für alle zukünftigen Schulanfänger spezielle Test- und Sprachprogramme zur Verfügung, genannt BISC (Bielefelder Screening) und SISMIK (Systematische Sprachförderung für Kinder mit Sprachdefiziten). Beide Testverfahren sollen eine Früherkennung von Lese- und Rechtschreibschwächen ermöglichen.
Sollte nach diesen Tests eine weitergehende Sprachförderung für notwendig erachtet werden, tritt ein weiteres Programm in Kraft, genannt HLL (Würzburger Programm - Hören, Lernen, Lauschen).
Im Sprachtest „Delphin“ festgestellte sprachliche Defizite werden durch zusätzliche Sprachfördermaßnahmen behoben.
Natur und kulturelle Umwelten
Kinder erfahren unsere Einrichtung als sinnlich anregend, vielfältig und veränderbar. Sie erleben ihr alltägliches Lebensumfeld nicht getrennt nach Natur und Kultur, sondern müssen beides im Zusammenhang erfahren. Dieses Lernen ist komplex und wird von uns in verschiedenen Bereichen gefördert. Die Kinder erwerben und erweitern
Ø soziale Kompetenzen durch die Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrer Umwelt. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich jeden Tag neu auszuprobieren und soziale Kontakte zu knüpfen. Sie erfahren in unserer Einrichtung eine gewaltfreie Umgebung.
Ø täglich wiederkehrende Rituale (Körperhygiene, Ordnung und Umgang mit Materialien und Gegenständen, An- und Ausziehen, gesunde Ernährung), die ihnen helfen, sich im Alltag zu orientieren. Sie lernen ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen kennen und gewöhnen sich daran, eigenverantwortlich zu handeln.
Die für diese Entwicklung notwendigen kognitiven Kompetenzen werden im Alltag des Kindertagesstätten-Lebens gefördert durch:
Ø Verständnis von Zeit, Raum und Menge sowie für Symbole und Oberbegriffe,
Ø Merkfähigkeit und Gedächtnis,
Ø Auffassungsgabe und logisches Denken,
Ø Regelverständnis,
Ø Ordnen und Unterscheiden,
Ø Ideenreichtum,
Ø Projekte („Wald“, „Ich bin ich“, „Märchen“, „Gespenster“, „Insekten“ usw.)
Ø und durch eigenes Experimentieren und Forschen.
Bewegung und Wahrnehmung
Wahrnehmung ist ein zentraler Bereich jeder Kindesentwicklung. Sie ist mit der Bewegung, mit dem Denken und dem Gefühlsleben verbunden. Ohne Wahrnehmung ist keine willkürliche Bewegung möglich.
Das Kind nimmt die Welt weniger mit dem „Kopf“, d.h. mit seinen geistigen Fähigkeiten über das Denken und Vorstellen wahr, sondern vor allem über seine Sinne, über seine Tätigkeiten, mit seinem Körper. Es „begreift“ seine Welt im wahrsten Sinne des Wortes.
Durch Bewegung tritt das Kind in einen Dialog mit der Umwelt. Bewegung verbindet seine Innenwelt mit der Außenwelt.
Unter Wahrnehmung wird das Aufnehmen und Verarbeiten von Reizen über die verschiedenen Sinne verstanden. Voraussetzung für die Orientierung in der Umwelt ist die Fähigkeit, wichtige Informationen von unwichtigen zu unterscheiden. Dies funktioniert nicht bei allen Kindern. Ein Kind muss die auf es einströmenden Informationen filtern können, so dass nur die Informationen durchgelassen werden, die für die jeweilige Situation wichtig sind. Oftmals liegt der Grund für Lern- und Konzentrationsstörungen von Kindern in der mangelnden Fähigkeit, Sinnesreize und Umwelteindrücke zu erkennen, zu interpretieren, richtig zuzuordnen und zu verarbeiten. Sinnliche Erfahrungen in der richtigen Weise zu verbinden, ist eine wichtige Voraussetzung für jede Art von Lernen.
Ein sensorisches System kann nur dann optimal entwickelt werden, wenn es geübt wird.
Daher brauchen Kinder vielfältige Möglichkeiten für den Einsatz und die Erprobung all ihrer Sinne. Bedeutende Wahrnehmungsbereiche sind:
Ø Körperwahrnehmung (z.B. kinästhetische Reize),
Ø taktile Wahrnehmung (Tastreize),
Ø Raum- und Zeitwahrnehmung,
Ø visuelle Wahrnehmung (optische Reize),
Ø auditive Wahrnehmung.
Durch die Förderung der Wahrnehmung über vielfältige Bewegungsreize und -angebote werden Schlüsselqualifikationen erworben, die die Grundlage bilden für notwendige Kompetenzen im alltäglichen Leben.
Aufgrund dieser Kenntnisse und durch Auswertung von Beobachtungen entwickeln wir situationsorientierte Projekte und decken somit alle elementaren Bildungsbereiche ab.
4.1.2 Integrative Erziehung in der Schwerpunktgruppe
Unser Bewegungskindergarten TG„Hops!“ ist eine Schwerpunkteinrichtung, das heißt, dass gemeinsame Erziehung und Förderung von Kindern mit und ohne Behinderungen angeboten werden.
Merkmale unserer Schwerpunktgruppe sind:
Ø Die Kindertagesstättengruppe wird von fünf behinderten Kindern besucht.
Ø Die Gruppengröße beträgt 20 Kinder, davon gehören fünf Plätze Kindern mit Behinderungen im Sinne des §39, Abs.1, Satz1 bzw. Abs.2 des Bundessozialhilfegesetzes oder des §35a des Kinder- und Jugend-Hilfegesetzes.
Ø Eine ganztägige Betreuung wird angeboten.
Ø Eine Erzieherin, eine Kinderpflegerin und eine Heilpädagogin betreuen die Kinder in der Schwerpunktgruppe.
Ø Therapeutische Förderung in der Einrichtung ist möglich, z.B. durch Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie u. Motopädie.
Ø Wegen des großen Einzugsbereichs wird ein Fahrdienst ermöglicht.
Grundsätze der gemeinsamen Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder:
Wir sehen die Integration nicht als Ziel, sondern vor allem als Weg, allen Kindern alle erforderlichen Hilfen angedeihen zu lassen. Diese Unterstützung ist ein ganzheitlicher Prozess; sie kann nur erfolgreich sein, wenn jedes einzelne Kind zu seinem Recht kommt. Kinder, die von einer geistigen, seelischen und körperlichen Behinderung bedroht oder betroffen sind, können in die Schwerpunktgruppe aufgenommen werden. Es sollen gemeinsame Lebens- und Lernfelder behinderter und nicht behinderter Kinder erhalten bzw. hergestellt und wechselseitige Lernprozesse in Gang gesetzt werden.
Pädagogische Zielsetzung
Die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen ist ein wichtiges Ziel der gemeinsamen Erziehung. Die Umsetzung der integrativen Arbeit orientiert sich am situativen Ansatz. Im Mittelpunkt steht das einzelne Kind auf seinem derzeitigen entwicklungspsychologischen Stand, mit seinen aktuellen Spiel- und Lebensbedürfnissen, mit seiner sozialen Situation innerhalb der Gruppe, mit seinem psychosozialen Hintergrund in Familie und Gesellschaft.
Die Lebenswelten von Kindern mit und ohne Behinderungen sollen in der Gruppe wechselseitig erfahrbar sein. Die Kinder sollen lernen, den anderen wahrzunehmen, seine Bedürfnisse und Fähigkeiten zu erkennen.
Ziel ist es, dass alle Kinder ihre individuellen Möglichkeiten kennen lernen
und ihre Grenzen akzeptieren.
Die Entwicklungsschritte der Kinder werden in den verschiedensten Bereichen wie Kognition, Bewegung, Emotion und Kommunikation individuell angebahnt, gefördert, erweitert und stabilisiert. Im gemeinsamen Spiel und unbefangenen Umgang miteinander werden die Lernfreude und Lernmotivation angeregt und wechselseitige Lernprozesse in Gang gesetzt.
Therapeutische Förderung in der Schwerpunktgruppe
Die therapeutische Versorgung der behinderten Kinder in der Schwerpunktgruppe wird dadurch sichergestellt, dass therapeutische Maßnahmen, z.B. Ergotherapie, Krankengymnastik, Logopädie oder Motopädie, von externen Therapeuten angeboten und durchgeführt werden. Die therapeutischen Maßnahmen sind Bestandteil der Förderung und werden in den Kindergartenalltag integriert und zwischen Therapeuten und dem Erzieher-Team der Schwerpunktgruppe koordiniert. Der Transfer zwischen den therapeutischen Maßnahmen und dem Kindergartenalltag wird durch Gespräche zwischen den Therapeuten und dem Team der Schwerpunktgruppe gewährleistet.
4.2 Umsetzung der Bewegungsangebote
4.2.1 Allgemeine Richtlinien
Das Leitbild für einen bewegten, integrativen Kindergarten geht vom Kindergartenalltag aus. Aus der Perspektive von Bewegung und Integration heraus ist der Kindergarten in Inhalt und Ausstattung so zu gestalten und zu interpretieren, dass Bewegung und Integration als grundlegende Elemente der Kindergartenentwicklung von allen, die im und außerhalb des Kindergartens Verantwortung tragen - Mitarbeiter, Eltern, Träger, Kinder -, anerkannt, akzeptiert und gelebt werden.
Bewegungsangebote im Kindergarten sind daher nicht abgekoppelt vom Kindergartenalltag, sondern integraler Bestandteil. Dabei wird unter dem Aspekt einer ganzheitlichen Gesundheitsförderung auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung der Kinder sichergestellt.
Kinder brauchen immer vielfältige, freie Bewegungsorte und Bewegungsgelegenheiten,
Ø die räumlich nicht einengen,
Ø die ausreichend Zeit lassen,
Ø die eigenständiges Handeln möglich machen,
Ø die Bewegung gemeinsam mit anderen erlebbar machen,
Ø die sie sicher erreichen und nutzen können,
Ø die Rückzugsmöglichkeiten erlauben.
Exemplarischer Tagesablauf der „Grashüpfer“-Gruppe
Erläuterung zu den Aktivitäten
Freispielen siehe dazu Seite 15: Spielen und Gestalten, Medien
Stuhlkreis gemeinsames Handeln:
Ø Geburtstage feiern
Ø Spiele spielen
Ø Lieder singen
Ø Fingerspiele spielen
Ø Reime und Verse vorlesen
Ø Besonderheiten besprechen
Ø gemeinsam Bilderbücher anschauen und lesen
Ø Abschiede feiern
Ø Brauchtumsgeschichten erzählen
Ø jahreszeitliche Feste feiern
Angebote in der Tagesstätte Aktionen am Tisch:
Ø schneiden
Ø zeichnen
Ø basteln
Ø kneten
Ø schminken
Ø durchführen der speziellen Projekte
Ø singen
Ø Wanderung in den Tierpark
Ø Picknick im Wald
Ø Spaziergang zum Spielplatz
Ø besonderes gemeinsames Frühstück
Ø Durchführung von speziellen Projekten
Ø Vorbereitung auf die Einschulung
14.00 bis 16.00 Uhr Spiel- und Gestaltungsmöglichkeiten in den Gruppenräumen und im
Außengelände, Teilnahme an speziellen Projekten
Exemplarischer Tagesablauf der Schwerpunktgruppe „Frösche“
7.00 Uhr Kinder kommen nach und nach an, Freispielzeit.
8:00 Uhr Kinder treffen sich in ihren eigenen Gruppen.
9.30 Uhr Gemeinsames Aufräumen der Freispiel-Materialien, Tischdienst hilft beim Decken des Frühstück-Tisches, gemeinsames, auch gleitendes Frühstück beginnt mit einem Lied, das abwechselnd von den Kindern ausgewählt wird.
10.00 Uhr Kinder helfen beim Abräumen des Tisches, Zähne putzen, Hände und Gesicht waschen.
10.15 Uhr parallele Alternativangebote:
zweimal wöchentlich - Bewegungsangebote in der Sporthalle,
übrige Wochentage - Projektarbeit: Themen der Kinder aufgreifen und vielfältig nach ihren Ideen und Bedürfnissen behandeln,
Nähe zum Wald für lange, ausgiebige und erlebnisreiche Spaziergänge nutzen,
offene Beschäftigungsangebote nach Interessenlage der Kinder,
freies Spielen im Außengelände.
Während dieser Zeit kommen die externen Therapeuten wie Krankengymnasten, Logopäden, Motopäden, Ergotherapeuten ins Haus, um mit den integrativen Kindern Therapien durchzuführen.
12.15 Uhr Sitzkreis im Gruppenraum mit unterschiedlichsten Themen
12.30 Uhr gemeinsames Mittagessen (abwechslungsreiche und gesunde Kost)
13.00 Uhr gemeinsames Abräumen der Tische, Zähne putzen
Mittagspause bis 14.00 Uhr als Schlaf- oder ruhige Beschäftigungspause im Gruppen- oder Mehrzweckraum oder im Freien
14.15 Uhr gemeinsame Zwischenmahlzeit
14.30 Uhr Spielangebote und Gestaltungsmöglichkeiten im Außengelände oder in den Räumen des Kindergartens, Teilnahme an speziellen Projekten
16.00 Uhr Schluss der Abholzeit
4.2.2 Spezielle Angebotsformen
Hauptmerkmale eines bewegten, integrativen Kindergartens sind tägliche Bewegungszeiten. Dabei werden grundsätzlich drei Arten unterschieden, die in unterschiedlichster Ausprägung praktiziert werden:
Ø offene Bewegungsangebote,
Ø geplante Bewegungsangebote,
Ø Bewegungsprojekte.
Offene Bewegungsangebote
Bei den offenen Bewegungsangeboten wird die bewegungspädagogische Arbeit durch folgende Prinzipien geprägt:
Ø Zwanglosigkeit: Es besteht kein Erfolgszwang, kein Konkurrenzkampf und keine Reglementierung, Freude an der Bewegung motiviert zu weiterem Handeln.
Ø Wahlmöglichkeit, Entscheidungsmöglichkeit und Selbstbestimmung: Hierbei geht es darum, den Kindern Entscheidungsfreiraum über ihre Tätigkeiten und Handlungsweisen einzuräumen. Ein Kind sollte entscheiden, ob es sich der Herausforderung gewachsen fühlt oder nicht. Es kann selbst und mit anderen Spielformen entwickeln oder zuschauen, um eventuelle Ängste abzubauen, oder auch gar nichts tun. Dabei sind der Sicherheitsaspekt, das Einhalten von Regeln und die eigene körperliche und psychische Unversehrtheit zu beachten.
Ø Initiativ- und Veränderungsmöglichkeiten: Kinder sollen ihrer Phantasie, ihren Neigungen und ihren eigenen Bedürfnissen freien Lauf lassen können. Veränderungsmöglichkeiten, z.B. bei Geräteaufbauten, Materialeinsatz, organisatorischen und sozialen Regeln, werden dabei immer situationsorientiert eingesetzt.
Ø Vielfältigkeit der Bewegungsformen: Verschiedene Angebote können frei gewählt werden. Individuelle Lösungen von Bewegungsaufgaben sind möglich, da die Vielzahl der Angebote die individuellen Fähigkeiten berücksichtigt.
Geplante Bewegungsangebote
Im Vordergrund von geplanten Bewegungsangeboten steht die Förderung von Wahrnehmungsformen, die von den Erziehern gegebenenfalls auch bewusst provoziert oder gar gesteuert werden müssen:
Ø Förderung des Körperbewusstsein
- Körperteile erkennen und benennen
- den Körper beherrschen
- mit dem Körper etwas ausdrücken
- Gefühle erraten
- Rechts-Links-Orientierung
- kinästhetische Orientierung ( Spannungszustand der Muskulatur )
Ø Förderung der taktilen Wahrnehmung
- Gegenstände ertasten
- Gegenstände ordnen
- Formen erkennen
- Materialerfahrung
Ø Förderung der Raumwahrnehmung
- Raumausdehnung benennen und erfahren
- Raumkoordination erfahren
- Raumorientierung
- Raumlageorientierung
- Raumrichtungen unterscheiden
Förderung der Zeitwahrnehmung
- Zeitorientierung
- Rhythmusorientierung
Ø Förderung der visuellen Wahrnehmung
- Zielverfolgung
- Farbunterscheidung
- Größenunterscheidung
- Formenunterscheidung
- Mengenunterscheidung
Ø Förderung der auditiven Wahrnehmung
- Richtungshören
- Geräusch -und Tonunterscheidung
- Tonhöhen unterscheiden
- Töne in Bewegung umsetzen
- Wortverständnis
Bewegungsprojekte
In der Projektarbeit ist das Kind bewusst Ausgangspunkt allen Geschehens. Projekte können je nach Vielfalt und Interessenlage entsprechend lang oder kurz sein. Planung und Durchführung sind dabei kein abgeschlossener Vorgang, sondern immer offen für neue Erfahrungen und Ereignisse, die in den Prozess jederzeit eingebracht werden können.
In Bewegungsprojekten werden thematische Schwerpunkte entwickelt und in unterschiedlichsten Variationen in Bewegungsprogramme umgesetzt.
Das pädagogische Handeln in allen drei Angebotsformen wird geleitet
Ø durch sozial-integratives Verhalten,
Ø durch die Schaffung einer vertrauensvollen und freundlichen Atmosphäre, die sich an den individuellen Stärken des einzelnen Kindes orientiert,
Ø durch Geduld, Verständnis und Einfühlungsvermögen,
Ø durch einen Wechsel von Spannung und Entspannung,
Ø durch Situationsorientierung am einzelnen Kind und an der Gesamtgruppe,
Ø durch fachliche Beurteilung von Stärken und Schwächen sowie die gezielte Berücksichtigung eines harmonischen Gleichgewichtes des „Prinzips vom Fördern und Fordern“.
5. Inhaltliche und organisatorische Vernetzung
Die inhaltliche Vernetzung zwischen der Turngemeinde Herford als Träger und seiner Kindestageseinrichtung TG„Hops!“ ergibt sich aus dem gemeinsamen Schwerpunkt Bewegung. Für den Sportverein ist es ein ureigenstes Motiv, Bewegung auf allen Ebenen und in allen Altersgruppen zu entwickeln, zu fördern und im Interesse seiner Vereinsmitglieder umzusetzen. Dabei steht der Mensch mit allen seinen Stärken und Schwächen im Breiten- und Freizeitsport, im Leistungs- und Wettkampfsport immer im Vordergrund des Handelns seiner vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, Übungsleiter, Betreuer, Trainer, Funktionäre. Ziel des Vereins ist der Aufbau eines möglichst lückenlosen Bewegungs- und Sportangebotes und eines außersportlichen Vereinslebens in allen Altersgruppen.
Der Schwerpunkt in der pädagogischen Arbeit in der Kindestageseinrichtung TG„Hops!“ als Bewegungskindergarten liegt ebenfalls in einer umfassenden Bewegungsförderung der Kinder im Kindergartenalter. Diese inhaltliche Vernetzung gelingt dann, wenn alle Akteure sich gleichermaßen diesem Grundsatz verpflichtet fühlen:
Ø der Sportverein Turngemeinde Herford als Träger, um seine pädagogische Einrichtung in die allgemeine Vereinsarbeit zu integrieren;
Ø die Eltern, um das bewegte Leben im Kindergarten mitzugestalten und sich in verantwortungsvoller Mitbestimmung einzubringen;
Ø das Erzieher-Team, um mit der pädagogischen Konzeption als verbindlicher Entscheidungsgrundlage für pädagogisches Handeln und um mit der Ausbildung „Bewegungserziehung im Kleinkind- und Vorschulalter“ die inhaltliche Umsetzung zu garantieren;
Ø ein Netzwerk von Erziehung und Betreuung mit Kooperationspartnern aus dem Bereich Schule und Jugendhilfe und aus dem Umfeld der Einrichtung.
Eine organisatorische Vernetzung ist über die Vereinssatzung der Turngemeinde verbindlich hergestellt. In einer Arbeitsgruppe aus Vertretern der Erzieher und des Vorstandes wird diese Vernetzung gewährleistet.
5.1 Einbindung in die Vereinsarbeit
Organisatorisch wird der Bewegungskindergarten als eigenständige Abteilung der Turngemeinde geführt und damit den 17 anderen Abteilungen gleichgestellt. Als Abteilungsleiter ist der Leiter der Einrichtung Mitglied im Sportausschuss des Vereins und damit auch verantwortlich gegenüber dem Vorstand. Der Verein unterstützt die Einrichtung mit seiner Vereinsverwaltung sowie in organisatorischen Fragen. Bei den Fachsport übergreifenden Aktionen und Veranstaltungen ist der Kindergarten ebenso beteiligt wie der Verein bei Veranstaltungen der Einrichtung. Eine besondere Verantwortung für die Vernetzung trägt der Übungsleiter der Turngemeinde, der als Ergänzungskraft in der Kindergarten-Gruppe arbeitet. Bei den ehrenamtlichen Aufgaben in der Vereinsarbeit können die Erzieher mitwirken, um Kinder und ihre Familienangehörigen über das allgemeine Vereinsangebot zu informieren und sie für ein „lebenslanges Sporttreiben“ im Verein zu gewinnen.
Für die Zielgruppe Klein- und Vorschulkinder bieten sich besonders an:
Ø die Krabbelgruppen für Zweijährige (Vorkindergarten),
Ø die Turn- und Spielgruppen für Kinder bis ca. 6 Jahre,
Ø die Sportgruppen für Kinder in den Fachabteilungen.
Für die Zielgruppe Eltern bieten sich besonders an:
Ø der Fitness- und Kraftraum mit den täglichen Öffnungszeiten auch am Vormittag,
Ø die Breitensportangebote im Sportpark Waldfrieden,
Ø die Sportangebote in den Fachabteilungen.
Darüber hinaus sind die Mitarbeiter der Einrichtung als ausgebildete Fachkräfte für Bewegungserziehung in besonderer Weise geeignet, das bestehende Bewegungsangebot im Verein auszubauen und weiter zu entwickeln.
Mit diesem komplexen Bewegungsprofil entspricht die TGH-Kindertagesstätte „Hops!“ den pädagogischen Grundlagen für das Zertifikat des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen als „Anerkannter Bewegungskindergarten“.
5.2 Elternarbeit
Das pädagogische Konzept des Bewegungskindergartens soll in besonderer Weise gemeinsam vom Träger, den Erziehern und den Eltern getragen werden. Im Sinne einer ergänzenden und unterstützenden Ausrichtung legt die Turngemeinde auf eine verantwortungsbewusste Elternmitwirkung besonderen Wert. In einer aktiven und vertrauensvollen Elternarbeit können die Vorzüge eines Bewegungsprofils verdeutlicht und auch Missverständnisse über einen Sportkindergarten bereinigt werden.
Elternarbeit findet in vielen verschiedenen Ausprägungen statt:
Ø durch persönliche Gespräche beim Bringen und Abholen der Kinder
(Tür- und Angelgespräche),
Ø durch intensiven Erfahrungsaustausch mit den Erziehern in Termingesprächen und Elternsprechtagen,
Ø bei Elternstammtischen,
Ø bei Themen bezogenen Informationsveranstaltungen wie z.B.: „Die Bedeutung von Bewegung im Kleinkind- und Vorschulalter“ oder „Erkennen und Vorbeugen von Bewegungsmängeln“,
Ø bei gemeinsamen Spiel- und Sportaktionen,
Ø bei der Ausgestaltung von Spiel- und Bewegungsräumen.
Eltern können oftmals ihre eigenen sportlichen Kompetenzen in die Elternarbeit einbringen.
Kreativität und Kompetenz von Eltern ist aber nicht nur im sportlichen Bereich vorhanden. In vielen anderen Bereichen können handwerkliche, hauswirtschaftliche, künstlerische und musische Fähigkeiten der Eltern die Arbeit im Kindergarten bereichern. Punktuelle sowie kontinuierliche Mitwirkung stärkt die Identifikation und belebt die Angebotsvielfalt in unserem Kindergarten TG„Hops!“.
Nach dem „Gesetz zur frühen Förderung von Kindern (Kinderbildungsgesetz – KiBiz)“ finden in regelmäßigen Abständen Elternabende statt, die sich mit Themen der Erziehungsarbeit und ihrer Dokumentation, mit der Vorbereitung oder Auswertung spezieller Projekte sowie mit von den Eltern angeregten Themen befassen können. Gegenseitige Transparenz und Mitbestimmung sind die tragenden Säulen einer funktionierenden Elternmitwirkung. Die Elternvertreter der beiden Gruppen wählen den Elternbeirat, der Mitbestimmungsrecht im „Rat der Kindertageseinrichtung“ hat. Zusammen mit den Vertretern der Erzieher und des Trägers beschäftigt sich der Kita-Rat mit Fragen der Erziehungs- und Bildungsarbeit, mit Entscheidungen in Personalfragen, mit Bereichen der räumlichen Einrichtung und Ausstattung, mit Kriterien der Aufnahme von Kindern, mit Ferienregelungen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern und den Elternvertretern beschränkt sich daher nicht nur auf einzelne Ereignisse und Maßnahmen, sondern ist fester Bestandteil im Alltagsleben des Kindergartens.
5.3 Kooperationen und Öffentlichkeitsarbeit
Die Turngemeinde ist seit vielen Jahren fester und verlässlicher Partner im organisierten Sport in der Stadt Herford. Mit der Einrichtung eines vereinseigenen Kindergartens hat sich die TGH über das eigentliche Sporttreiben hinaus in ein weiteres sozialpolitisches Umfeld eingebracht.
Unter den Kindertageseinrichtungen in der Stadt Herford gehört der TG„Hops!“-Bewegungskindergarten mit seinen zwei Gruppen zu den kleineren Einrichtungen; daher und auf Grund der ehrenamtlichen Struktur des Gesamtvereins ist eine umfangreiche Kooperation eine besondere Verpflichtung und eine unerlässliche Notwendigkeit. Zu den Kooperationspartnern zählen insbesondere:
Ø das Jugendamt der Stadt Herford als Vertragspartner und mit seinen Einrichtungen wie z.B. dem Arbeitskreis für Leiter von Kindergärten,
Ø der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Gesundheitsamt des Kreises Herford und die Frühförderstellen,
Ø die verschiedenen Organisationen des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen und des Kreissportbundes wie des Stadtsportverbandes Herford,
Ø die externen Fachkräften wie Motopäden, Logopäden, Spieltherapeuten,
Ø die benachbarten Kindergärten,
Ø die Grundschulen Oberingstraße und Stiftberg (Durch regelmäßige Konferenzen zwischen den Erzieherinnen und den Lehrkräften soll ein erfolgreicher Übergang vom Kindergarten zur Grundschule sichergestellt werden. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Bemühungen stehen dabei Absprachen über Bildungsvereinbarungen, so dass die Grundschulen die Ausbildung des Kindergartens lückenlos und kooperativ fortsetzen können.),
Ø die Kinderärzte und Krankenkassen,
Ø die externen Bildungsträger wie Musikschule, Theater, Büchereien, Werkstätten.
Träger und Erzieher legen großen Wert auf Öffentlichkeitsarbeit. Diese angestrebte Transparenz trägt zur Sichtbarmachung des Leistungsangebotes der Einrichtung und seiner qualifizierten Arbeit sowohl intern für Eltern als auch extern für Kooperationspartner und Gesellschaft bei. Öffentlichkeitswirksame Präsenz wie die Teilnahme des Kindergartens an Aktionen der Stadt Herford, der Kaufmannschaft oder der Vereine rücken unsere Einrichtung mit ihrem pädagogischen Profil ins Bewusstsein der Bürger, so dass inhaltliche Schwerpunkte auch über die Kindergartenarbeit hinaus vertraut gemacht und damit gefördert werden können. Unter www.tg-herford.de ist TG“Hops!“ im Internet auch öffentlich präsent.
6. Qualitätssicherung
Um die Qualität der Kindertagesstätte zu sichern, bedarf es permanenter Kontrollverfahren (Evaluationen), die sowohl die sachliche Einrichtungssituation wie auch die inhaltliche Ausrichtung und Arbeit überprüfen und zukunftsorientiert weiter entwickeln sollen. Für den Träger der Einrichtung und seine pädagogischen Mitarbeiter besteht somit eine dauernde Verpflichtung.
Zu den internen Maßnahmen der Qualitätssicherung gehören
Ø regelmäßige Dienstbesprechungen zwischen dem TGH-Vorstand und der Kindergartenleitung,
Ø regelmäßige Tagungen der Arbeitsgruppe Kindergarten/Verein,
Ø wöchentliche Teamsitzungen aller Erzieher, der Gruppenleiter, der Integrations-Experten, der Therapeuten, um pädagogische und organisatorische Absprachen zu treffen,
Ø tägliche Dialogbereitschaft der Mitarbeiter in den beiden Gruppen, zwischen den beiden Gruppen und mit den externen Therapeuten,
Ø aktuelle Beratung und Absprache mit den Erziehungsberechtigten,
Ø gewissenhafte Anfertigung der Bildungsdokumentationen zur Entwicklung der Kinder, die den Eltern mit Abschluss der Kindergartenzeit ausgehändigt werden.
Zu den externen Maßnahmen der Qualitätssicherung gehören
Ø gezielte Weiterqualifizierung und Fortbildung aller Erzieher in allgemein pädagogischen, in spezifisch integrativen und in sportfachlich ausgerichteten Lehrgängen,
Ø Teilnahme am Arbeitskreis der Bewegungskindergärten im Landessportbund NRW,
Ø Teilnahme am „Arbeitskreis Qualität“ des örtlichen Jugendamtes für alle Leitungen von Kindertageseinrichtungen in der Stadt Herford,
Ø Teilnahme am „Arbeitskreis Integration“ für alle Schwerpunkteinrichtungen und heilpädagogischen Einrichtungen,
Ø ständiger Austausch und zielorientierte Absprachen mit den Nachbareinrichtungen und Grundschulen.
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